DE-ÖKO-006

Wie hat die Schweinerei angefangen?

Zu Christians 37. Geburtstag bekam er Gutscheine für 3 kleine schwäbisch Haller Ferkel .Wir haben getüftelt, geplant und vieles einfach mal ausprobiert... und unsere 3 ersten wurden groß und größer. Kasimir wurde zuhause geschlachtet. Wir waren alle dabei. Mit Rescue Bonbon und Streicheleinheiten ist er stressfrei mit der Elektrozange getötet worden. 

Er hat nicht einmal gequiekt.
Während Christian und die Jungs das Fleisch von Anfang an geniessen konnten, habe ich ein paar Wochen gebraucht. Anonymes Fleisch zu essen war halt doch einfacher. Und so feige...

Seitdem essen wir Fleisch, wenig, aber gern und achtsam.

Die beiden Mädels wurden gedeckt und haben uns viele zuckersüße Ferkel geschenkt.
Damit das Fleisch nicht zu fett wird haben wir mit Pietrain gedeckt. Unsere Schweine wachsen langsam (min. 12 Mon.) und haben immer Bewegung und die Möglichkeit sich zu suhlen. Sie sind Sommer wie Winter im Freiland.  Sie fressen Getreideschrot, Leguminosen und Stroh, alles natürlich bio zertifiziert.  Brennesseln und Grasschnitt gibts als besondere Delikatesse.
Die Muttersauen werden max. 1x im Jahr gedeckt um sich ausreichend von Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit zu erholen.
 
Auch diesmal achten wir beim Schlachten auf kurze Wege und wenig Streß für die Tiere.

Im März 2013 werden wir das erste Mal Wurst und Fleisch verkaufen. Da wir nur sehr wenig haben wäre es gut wenn ihr bei Interesse rechtzeitig Bescheid gebt.


Was waren unsere Beweggründe?

1. Du bist was du isst. Wir wollten wissen wer wir sind. ;-)

2. Nur Bio war uns nicht genug.

3. Achtsamkeit und bewußter Umgang mit Lebewesen.

„Fleisch kommt aus dem Supermarkt, ist paniert und flach. Fisch ist ebenso paniert und kommt in Stäbchenform aus der Tiefkühltruhe. Ein Huhn hat mindestens 8 chicken wings... und viele leckere gewürzte Keulen.“

Von Anfang an hatten wir das Bedürfniss unseren Kindern einen bewußten Umgang mit Fleisch zu lehren. Wir wollten ihnen zeigen das auch Gelbwurst gelebt hat und mit Achtung behandelt werden muß. So konnten sie sich selbst entscheiden Fleisch zu essen oder nicht. Klar ist es einfacher anonymes Fleisch aus dem Supermarkt zu essen, kein Gesicht dahinter zu sehen, aber ist das ehrlich?

So entstand die Idee mit den Pachtschweinen. Andere Familien und Interessierte können bei uns ein Ferkel kaufen und bei der Aufzucht „dabei“ sein. Sie können ihr Schwein besuchen oder von uns per email, Fotos etc. über den Werdegang ihres Schweines informiert werden. Sobald unsere Internetverbindung es zulässt wollen wir auch mit webkameras arbeiten.


Wenn ihr Interesse an einem Pachtschwein habt, meldet euch einfach bei uns.